Entdecke die Mukimono-Kunst als Partydekoration

12 Januar, 2020
Die Mukimono-Kunst ist meist in asiatischen Restaurants und auf Partys zu finden. Bei dieser verblüffenden Dekorationstechnik werden aus Obst und Gemüse Kunstwerke geschnitzt. Erfahre hier mehr über die kunstvollen Obstschnitzereien und wie auch du deine Gäste damit begeistern kannst!
 

Möglicherweise hast du die Mukimono-Kunst schon in einem japanischen Restaurant gesehen oder bereits selbst als Partydekoration verwendet. Allerdings kanntest du wahrscheinlich weder den Namen noch die Herkunft.

Deshalb möchten wir dir im folgenden Artikel alles erzählen, was du über die Mukimono-Kunst wissen musst. Wenn bei dir beispielsweise eine Besprechung, ein Abendessen oder eine Party bevorsteht, ist dies die perfekte Art, um dein Zuhause zu dekorieren.

Die Mukimono-Kunst: Ursprünge und Eigenschaften

Die Mukimono-Kunst entstand in Japan und war ursprünglich religiöser Natur.

Zunächst möchten wir definieren, was die Mukimono-Kunst ist. Dabei handelt es sich um eine Technik, bei der die Künstler Obst und Gemüse schnitzen. Sie benutzen dafür spezielle Werkzeuge. Du kannst die Gemüse- und Obstschnitzereien entweder als Dekoration (zum Beispiel als Tafelaufsatz) oder als Dessert oder Beilage verwenden.

Die Mukimono-Kunst entstand in Japan und war ursprünglich religiöser Natur. Die Japaner boten diese atemberaubenden Kunstwerke den Göttern als Dankeschön an. Die Kunstform ist inspiriert von der japanischen Blumenkunst „Ikebana“, die die Vereinigung von Himmel, Erde und Menschheit symbolisiert.

 

Orientalische Völker würdigten die Griechen mit Banketten, als sie zum ersten Mal in ihr Land kamen, und boten ihnen dabei das geschnitzte Obst und Gemüse an. Auf diese Weise schaffte es diese Praxis nach Europa.

Die Kunstform wurde dann im gesamten antiken Rom weiter angewandt. Von dort machte die Mukimono-Kunst ihren Weg nach Ägypten, wo sie von niemand anderem als Kleopatra selbst verfeinert wurde.

Eine kulinarische Kunstform

Diese Kunstform wird hauptsächlich in Asien verwendet.

Diese Kunstform wird hauptsächlich in Asien verwendet. Jedes Land hat dabei seine eigenen Techniken, die auf den eigenen Bräuchen und Lehren der Vorfahren beruhen. Neben japanischen und chinesischen Varianten, ist die thailändische Mukimono-Kunst eine der bekanntesten Arten.

Die in der Mukimono-Kunst am häufigsten verwendeten Gemüsesorten sind:

  • Karotten
  • Gurken
  • Auberginen
  • Paprika
  • Sellerie
  • Kürbis
  • Zwiebeln und
  • Radieschen

Bei Obst verwenden die Künstler häufig folgenden Obstsorten:

Der Zweck der Mukimono-Kunst ist es, die Farben und Formen von Obst oder Gemüse hervorzuheben. Andererseits bietet diese Art von Kunst auch eine alternative Möglichkeit, ihren Geschmack und Geruch zu genießen. Und natürlich sollten wir den dekorativen Aspekt nicht vergessen, der der Hauptzweck dieser Skulpturen ist.

 

Die Mukimono-Kunst: Techniken

Zu den gebräuchlichsten Techniken in der Mukimono-Kunst gehört das Hochrelief, bei dem das Obst oder Gemüse so geschnitzt wird, dass mehr als die Hälfte davon aus dem Hintergrund herausragt.

Es gibt jedoch auch mittlere Reliefs (bei der nur die Hälfte des Obstes oder Gemüses genutzt wird) und niedrige Reliefs, bei denen weniger als die Hälfte des Obstes oder Gemüses verwendet wird.

Eine andere Technik ist die Verkettung, bei der verschiedene Stücke verwendet werden, um ein größeres Stück herzustellen. Diese Technik ist atemberaubender und aufwändiger ist als kleinere Stücke. Gewöhnlich formen Künstler Pflanzen, Blumen, Muster, Landschaften, Buchstaben, Blätter, geometrische Formen und Tiere.

Diese Kunstform ist ein wahrer Augenschmaus

Wie du das Obst oder Gemüse schneidest, hängt von der Textur und den verwendeten Werkzeugen ab. Achte jedoch darauf, dass die verwendeten Palettenmesser und Skalpelle sehr fein und scharf sind. Sie ähneln den Werkzeugen, mit denen Holzkünstler arbeiten und religiöse Altarbilder geschaffen werden.

In Japan gilt jeder, der die Fähigkeit besitzt, mit Messern und Nadeln die Mukimono-Kunst zu kreieren, als wahrer Künstler. Und das sind sie wirklich. Denn diese Stücke sehen wirklich wie ein Kunstwerk aus und sind fast zu Schade zum Essen.

 

Einmal geschnitzt halten die Künstler sie normalerweise in Wasser oder Eis frisch, damit sie ihre Form nicht verlieren und und zu bräunen beginnen. Andere wiederum bewahren sie in Zitronensaft oder Essig auf.

Wenn du das Wort cuisine hörst, denkst du wahrscheinlich an dein Lieblingsessen oder an ein berühmtes Restaurant. Obwohl viele glauben, dass die Mukimono-Kunst besser in eine Kunstgalerie als auf den Esstisch passt, so ist sie dennoch ein Teil dieser kulinarischen Welt.

Di Clemente, E., Hernández Mogollón, J. M., & López-Guzmán, T. (2014). La gastronomía como patrimonio cultural y motor del desarrollo turístico. Un análisis DAFO para Extremadura. Educación.